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Hier finden Sie Antworten zu Fragen rund um
die klinische Hypnose bzw. Hypnotherapie.
Von Franz Ettl
Heilpraktiker für Psychotherapie in München.
Für die Erstellung dieser Seite habe ich
Angaben aus folgenden Quellen verwendet: Brockhaus, Wikipedia,
Internetseiten der Milton-Erickson-Gesellschaft und der
Deutschen Gesellschaft für Hypnose.
Überblick
Was ist Hypnose?
Wer hat Hypnose erfunden?
Was zeichnet Hypnose nach Milton Erickson aus?
Wie läuft eine Hypnose-Sitzung ab?
Was sind
die körperlichen Reaktionen auf Trance?
Kann jeder hypnotisiert werden?
Kann ich in Hypnose gegen meinen Willen
manipuliert werden?
Wer darf Hypnose ausüben?
Wobei hilft Hypnose?
Gibt es Beweise, für die Wirksamkeit der
Hypnose?
Wobei ich Ihnen mit Hypnose helfen kann
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Was ist Hypnose? Hypnose ist eines der ältesten Verfahren in Medizin,
Psychosomatik und Psychotherapie. Als Hypnose wird ein Verfahren
zum Erreichen einer hypnotischen Trance bezeichnet, welche durch
vorübergehend geänderte Aufmerksamkeit und meist tiefe
Entspannung gekennzeichnet ist. Unter Trance verstehen wir eine besondere Art fokussierter
Aufmerksamkeit, die jeder auf die eine oder andere Art und Weise
aus dem Alltag kennt. Einige kennen diesen Zustand, wenn sie ein
spannendes Buch lesen oder einen Film verfolgen und für andere
nicht mehr gleich ansprechbar sind. Andere hören ein Konzert und
vergessen die Zeit. Die Wahrnehmung ist hierbei eingeengt und
die Konzentration des Bewusstseins auf eine bestimmte Sache
gerichtet (das Buch, der Film oder aber die Worte des
Hypnotiseurs). Es gibt ein großes Spektrum von Trancetiefe: von leicht
entspannt bis zur völligen Amnesie. In der Therapie sind leichte
bis mittlere Trancetiefen üblich, bei denen der Patient
mitbekommt, was passiert. In diesem Zustand sind sowohl die
Ansprechbarkeit des Unterbewusstseins stark erhöht. Hypnose
findet in der Hypnotherapie bzw. klinischen Hypnose Anwendung
und gehört zu den wenigen Methoden in der Psychotherapie, deren
Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist und als effektiv
akzeptiert wird. Hypnotherapie wird sowohl als eigenständige
Methode als auch zur Unterstützung anderer Therapieverfahren
verwendet.
Wer hat Hypnose erfunden? Hypnose wurde wahrscheinlich schon in der Frühzeit des Menschen
verwendet. Es ist davon auszugehen, dass Hypnose eher zufällig
"erfunden" wurde und seinen Ursprung in meditativen und
kultischen Handlungen religiösen und schamanistischen
Hintergrundes haben dürfte. Wissenschaftlich wurde die Hypnose
um 1770 von Franz Anton Mesmer (1734-1815) wiederentdeckt. Im
19. Jahrhundert war Frankreich führend in der Erforschung der
Hypnose. Auch Sigmund Freud wurde im 19 Jh. in Paris darauf
aufmerksam. Später ließ er diese Methode jedoch wieder fallen
und widmete sich seiner Technik der freien Assoziation.
Wesentlich weiterentwickelt wurde die Hypnose im 20. Jahrhundert
im deutschen Sprachgebiet zunächst durch Oskar Vogt (1870-1959),
dann durch dessen Schüler Johannes Heinrich Schultz, der daraus
das autogene Training entwickelte. In den USA wurde die Hypnose
durch den Psychiater und Psychotherapeuten Milton H. Erickson
wesentlich weiter entwickelt. Erickson begründete eine neue Form
der Hypnotherapie, die heute als die modernste Form der Hypnose
gilt und aus der sich weitere psychologische Methoden wie z.B.
das
NLP entwickelten.
Was zeichnet Hypnose nach Milton Erickson aus? Erickson betonte die Individualität jedes einzelnen
Klienten/Patienten und die daraus folgende Notwendigkeit, für
jeden Klienten den passenden Ansatz und Zugang zu finden. Dieser
Ansatz stand im Kontrast zu den standardisierten und autoritären
Methoden, die bis in die 50er und 60er Jahre vorherrschend
waren. Anders als bei Freud ist für Erickson das Unbewusste eine
unerschöpfliche Ressource zur kreativen Selbstheilung. Das
Unbewusste ist der Hort der lebenslangen Erfahrungen eines
Menschen, der normalerweise kaum genutzt wird. Ericksons Ansatz
hat zum Ziel, die durch starre Schemata und Denkmuster begrenzte
Fähigkeit des Bewusstseins zu erweitern, indem der Hypnotiseur
durch spezielle verbale und non-verbale Techniken es dem
Unbewussten erlaubt, freier zu funktionieren. Gleichzeitig wird
es dem Bewusstsein ermöglicht, die unbewussten
Selbstheilungskräfte und kreativen Ressourcen zu akzeptieren und
zu integrieren. Erickson wollte auch nicht einen möglichst
passiven Patienten "umprogrammieren". Sein Ziel war es, dem
Patienten im hypnotischen Trancezustand dessen Begabungen vor
Augen zu führen. Die Trance erleichterte den Zugang zu
unbewussten Fähigkeiten, die sonst durch die Logik des Denkens
und den Intellekt überdeckt werden.
Wie läuft eine Hypnose-Sitzung ab? Jede Sitzung läuft individuell ab! Die Therapie beginnt mit
einem Vorgespräch, in dem die Hypnotherapeutin ihr Vorgehen
erklärt und das Problem des Patienten analysiert. Dann folgt die
Hypnose. Hier lassen sich drei Hauptphasen unterscheiden:
Einleitung einer Trance (Entspannung, fokussierte
Aufmerksamkeit), Arbeit in Trance, Beendigung der Trance. Für
jede der Phasen gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Während
die Hypnose eingeleitet wird, kann der Patient - je nach Wunsch
- liegen oder sitzen. In der Hypnose nach Erickson spielen
Pendel und ähnliche Hilfsmittel keine Rolle. Üblicherweise wird
Entspannung suggeriert. Trance stellt sich während der Gespräche
häufig - durch die veränderte Stimme des Therapeuten - auch
spontan ein. Die eigentliche Hypnosearbeit nutzt die
Imaginationskraft der Patienten. Danach (ca. nach einer halben
Stunde) holt der Therapeut den Patienten aus der Trance zurück,
indem er z.B. den Patienten auffordert, sich langsam zu strecken
und zu räkeln. Nach der Hypnose folgt oft eine Nachbesprechung,
in der der Patient seine Erlebnisse beschreibt.
Was sind die körperlichen Reaktionen auf Trance? Besonders eine leichte Trance ist kaum vom normalen
Wachbewusstsein unterscheidbar; Körper und Geist scheinen nur
sehr entspannt und man bekommt auch alles wie gewohnt mit. In
Trance treten gut erforschte physiologische Veränderungen auf.
Dazu zählen die Erniedrigung von Muskelspannung, Herzfrequenz
und Blutdruck, eine regelmäßigere und langsamere Atmung, eine
veränderte Aktivierung bestimmter Hirnareale, eine Abnahme des
Stresshormonspiegels, Veränderungen im Blutbild sowie eine
geringere Aktivierbarkeit von Reflexen.
Kann jeder hypnotisiert werden? Gegen seinen Willen kann niemand hypnotisiert werden. Die
Hypnose setzt stets eine hohe Empfänglichkeit für Suggestionen
sowie die Bereitschaft voraus, sich darauf einzulassen. Die
erreichbare Tiefe der Hypnose hängt weniger vom Hypnotiseur ab
als von der Persönlichkeitsstruktur speziell der
Beeinflussbarkeit (Suggestibilität) des zu Hypnotisierenden.
Etwa 10% der Menschen sind sehr leicht hypnotisierbar. Praktisch
nicht hypnotisiert werden können oder dürfen nur rund 5%. Nur
ca. 20 % aller Menschen können in Tiefenhypnose versetzt werden;
die anderen 70% schaffen es bis in eine mittlere Trancetiefe. Ob
eine Hypnose die gewünschten Erfolge erzielt, ist immer von der
inneren Einstellung des Probanden abhängig. Diese Tatsachen
werden häufig mit "Jede Hypnose ist eine Selbsthypnose"
zusammengefasst.
Kann ich in Hypnose gegen meinen Willen manipuliert werden? "Während der Hypnose können bestimmte Aufträge erteilt werden,
die der Hypnotisierte auch später noch, im Wachzustand,
unbewusst spontan ausführt, wobei das Ich-Ideal allerdings
Grenzen setzt, sodass der Hypnotisierte beispielsweise keine
Verbrechen begeht, wenn er zu deren Begehung nicht auch ohne
Hypnose hätte bewogen werden können." (Brockhaus) Meine eigene Erfahrung ist, dass ich und andere Menschen nur
Suggestionen annehmen, die als passend und erwünscht erlebt
werden. In niedrigen und mittleren Trancestufen - wie sie in der
Hypnotherapie üblich sind - führen unerwünschte
Manipulationsversuche i.d.R. zum Abbruch der Trance durch den
Patienten bzw. rufen dessen sofortigen Widerstand hervor.
Wer darf Hypnose ausüben? Hypnotisieren darf in Deutschland jeder, hierzu gibt es
keine gesetzlichen Vorschriften. Die Bezeichnung
"Hypnotherapeut" oder "Hypnosetherapeut" ist nicht geschützt.
D.h. im Prinzip kann jeder Hypnose am Markt anbieten -
unabhängig von seiner Qualifikation. Hypnotherapie ist
therapeutisches Arbeiten und gehört daher m.E. nicht in die
Hände von Leuten, die nur einen Crashkurs Hypnose irgendwo
mitgemacht haben. Einen qualifizieren Hypnotherapeuten erkennen
sie daran, dass er/sie als Arzt, Psychologe oder Heilpraktiker
eine Zulassung zur Ausübung der Psychotherapie hat und eine
umfassende Ausbildung in Hypnose an einem renommierten Institut
(z.B. einem Milton-Erickson-Institut) durchlaufen hat.
Wobei hilft Hypnose? Heutzutage ist die Hypnose wissenschaftlich und klinisch
anerkannt und wird als Ergänzung zu vielen herkömmlichen
Methoden eingesetzt. Bereits wenige Sitzungen können oftmals -
aber nicht immer! - deutliche Veränderung bewirken; entsprechend
vielseitig werden die Hypnose und ihre Techniken in der Therapie
verwendet. Man kann sie beispielsweise zur Behandlung von
Ängsten (z.B. Prüfungsangst), Phobien, Depressionen,
Suchtkrankheiten (z.B. Rauchen), Gewichtsreduktion, Schmerzen,
posttraumatische Störungen, Sprachstörungen, zur Steigerung des
Selbstwertgefühls, zum Stressabbau, Missbrauch oder bei
Schlafstörungen einsetzen. Psychosomatische Störungen sind ein
weiteres Erfolg versprechendes Einsatzgebiet der Hypnose. Bei
Unsicherheit, welchen Lebensweg man gehen soll oder bei
Lebenskrisen ist Hypnose ebenfalls hilfreich. Neben den oben
genannten psychotherapeutischen Einsatzbereichen es ein breites
Spektrum zur Anwendung der Hypnose im medizinischen Bereich:
Anästhesie und Entspannung bei chirurgischen Eingriffen und bei
radiologischen Untersuchungen, Unterstützung des
Heilungsprozesses und der Befindlichkeit nach chirurgischen
Eingriffen, Reduktion von Übelkeit, Erbrechen und anderen
Nebenwirkungen bei Chemotherapie, Schmerzen bei Krebserkrankung,
Geburtsvorbereitung und Schmerzen vor und bei der Geburt,
Beschleunigung des Heilungsprozesses bei Verbrennungen und
Knochenbrüchen, Behandlung von Warzen, Tinnitus und anderer
spezieller Krankheitsbilder und schließlich die Anwendung von
Hypnose beim Zahnarzt. Im Allgemeinen verwendet man hier die
Hypnose zur Angstreduktion oder als Alternative für Patienten,
die allergisch auf Narkotika reagieren
Gibt es Beweise, für die Wirksamkeit der
Hypnose?
Hypnose gehört zu den wenigen Methoden in
der Psychotherapie, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt
ist und als effektiv akzeptiert wird. Rund 68 Prozent aller
Patienten profitieren von der Hypnose als Therapie, ergab eine
aktuelle Meta-Studie von Walter Bongartz von der Universität
Konstanz. So erwies sich die Hypnosetherapie besonders zur
Behandlung von Ängsten und Phobien als erfolgreich. Die
Erfolgsquote lag hier bei 72 Prozent. Sehr gut belegt ist die
Wirksamkeit von Hypnotherapie bei psychosomatischen Beschwerden
wie Kopfschmerzen, Migräne und anderen chronischen Schmerzen
aber auch bei Reizdarm (Colon irritabile), Bluthochdruck, Asthma
und Neurodermitis. Ebenfalls gut belegt sind die Behandlung von
Angststörungen wie z.B. Schlangenphobie oder Prüfungsangst. Das
trifft auch zu für Schlafstörungen und nicht-organischen
sexuellen Funktionsstörungen. Über alle Anwendungsbereiche
hinweg liegt die Erfolgsquote von Hypnotherapie im Mittel bei
rund 70%. Damit ist Hypnotherapie anderen gebräuchlichen
Psychotherapieverfahren mindestens ebenbürtig.
Wobei ich Ihnen mit Hypnose helfen kann
In meiner Praxis in München unterstütze
ich Sie bei verschiedenen Themen aus den Bereichen Berufs-Coaching,
Gesundheits-Coaching und Begleitung in Übergängen und Krisen.
Wenn Sie bei hier nicht genannten Themen Unterstützung suchen,
dann empfehle ich Ihnen ggf. gerne einen Kollegen, der darauf
spezialisiert ist. Mit Hypnose arbeite ich u.a. bei den
folgenden Themen:
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Lampenfieber - z.B. bei Präsentationen -
überwinden
-
Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche
-
Hilfe bei Prüfungsangst
-
Burnout und Stressabbau
-
Selbsthypnose oder Achtsamkeitsmeditation
als Alternative zum Autogenen Training
-
Psychotherapeutische Unterstützung bei
psychosomatischen Problemen, als Ergänzung zur ärztlichen
Behandlung
-
In Krisensituationen und Übergängen neue
Perspektiven entwickeln
-
Nach einer Krankheit oder psychischen
Belastungen körperlich und seelisch wieder auf die Beine
kommen
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